Archiv des Autors: VFhS e.V.

211 Starts – 79 Flugstunden – Gelnhausen Flugwoche 2021

Anfang September fand die traditionelle Oldtimer Segelflugwoche auf dem Flugplatz in Gelnhausen statt.

Dort unterhält der VFhS seine stärkste Aussenstelle mit ca. 25 aktiven Mitgliedern.

Drei Flugzeuge des VFhS sind dort stationiert:
Die Ka2b D-5481, ein Schulungs-und Leistungsdoppelsitzer Baujahr 1956, die Olympia Meise D-1348, ein Einsitzer, entworfen 1936 für die Olympischen Spiele in 1940.
Ausserdem die Musger23 SL OE-0661, ein Leistungseinsitzer aus Österreich, von dem nur noch wenige Exemplare flugtüchtig sind.
Neben diesen drei am Platz beheimateten Segelflugzeugen kamen aus ganz Deutschland noch andere „Schätze“ dazu.
Rolf Porz aus der Nähe von Köln brachte den B-Spatz D-1625 mit. Mit Baujahr 1954 ein gut erhaltenes einsitziges kleines und wendiges Oldtimerflugzeug das im Verein durchaus seine festen Liebhaber hat.
Fehlen durfte auch nicht die K8b D-1573 von der Hauptstelle Neuburg a. d. Donau.
Dieser gelb-blaue Schulungseinsitzer verfügt nicht nur über absolut harmlose und ausgewogene Flugeigenschaften, sondern kann wahlweise mit geschlossener Kabinenhaube sowie auch mit offenem Cabriolet-Cockpit geflogen werden. Die Temperaturen waren recht angenehm warm in der Flugwoche, so dass die K8b viel genutzt wurde um sich im offenen Cockpit etwas abzukühlen.
Die italienische „Bella“, eine Morelli M100S, Kennzeichen I-ALEB gehört seit letztem Jahr zum Flugzeugpark des VFhS. Sie ist ein Einsitzer mit guten Streckenflugeigenschaften und findet so langsam ihre Anhänger im Verein.
Sie ist seit letztem Jahr in der Aussenstelle Oberschleißheim zu Hause von wo aus sie dann nach Gelnhausen gekommen war um im Anschluß weiter auf die Wasserkuppe zugehen, um dort die Flugsaison zu beschließen.
Eine Woche vor der Flugwoche ist die K-10 D-3629 als Neuzugang in die Flotte des VFhS gekommen.
So frisch und neu erregte sie natürlich das Interesse aller anwesenden Piloten.
Es wurden nur 12 Stück bei der Firma Alexander Schleicher Flugzeugbau in Poppenhausen gebaut. Die D-3629 ist die letzte mit Werknummer 012 aus dem Jahr 1964.
Sie ist damals von ihrem Konstrukteur Rudolf Kaiser zum optimieren der Streckenflugeigenschaften genutzt worden und gilt als Vorläuferin der dann in hohen Stückzahlen gebauten und sehr erfolgreichen Ka6e.
Der VFhS ist sehr stolz auf dieses besondere Exemplar und ist damit im Besitz der gesamten Ka-Reihe der von Rudolf Kaiser konstruierten Segelflugzeuge von der Ka1 bis zur K-10, ausgenommen der K-9, von der es leider kein Exemplar mehr gibt.
Vom ROSC, dem Oldtimersegelflugclub der Wasserkuppe war ausserdem die Ka6e D-4368 zu Gast.
Als Privatflugzeug war eine weitere K8b D-6377, Werknummer 636, Baujahr 1959 bei der Flugwoche dabei. Sie ist ebenfalls in Gelnhausen stationiert und wird dort privat betrieben.
Auch sie besitzt ein Cabriolet-Cockpit und wurde daher in der Woche ebenfalls offen geflogen.
Insgesamt war der Campingplatz gut gefüllt, ca. 25 Gäste waren zur Flugwoche gekommen.

Hallenplätze für die alten Holzsegelflugzeuge sind vorhanden und auch eine Möglichkeit in der Segelflugwerkstatt zum gemeinsamen Frühstück zusammen zukommen.
Abends wurde gegrillt oder auch anderweitig gegessen.
Am Freitagmorgen fand das traditionelle Weißwurstfrühstück statt und es wurde peinlich darauf geachtet, dass keine Weißwurst das Mittagsgeläut mehr gehört hat.
Das Wetter spielte an allen Tagen mit, so dass an 9 Tagen geflogen werden konnte, sogar noch über die eigentliche Woche hinaus.

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Oldietreffen in Füssen

Der Sommer ist wechselhaft. Gut für die Natur. Schwierig für die Planung eines Fliegertreffens.
Ich weiss nicht wie die Allgäuer es geschafft haben, aber das 8. VFhS Treffen in Füssen im Allgäu war ein Volltreffer.
Was das Wetter anbelangt – nur der letzte Tag war wetterbedingt ein Ausfall. Was die Stimmung anging – super!! Fliegen, wandern schwofen, grillen, nixtun – es war für jede und jeden etwas geboten.

So entstanden auch wundervolle Bilder, die wir nicht vorenthalten wollen. Besonders gelungen die Aufnahmen von Andreas Zeitler, der in Instagram unter @flyingwings_com zu finden ist.

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K10 (D-3629)

Tja – bereits bei der K7 hat sich die Schreibweise geändert, wie ja später nochmal ab der ASW12. Tatsächlich kam die K10 früher als die K6e – sie war gewissermassen das Zwischenglied. Nur 12 Maschinen wurden gebaut.

Bereits 1962 begannen die Arbeiten an der K10. Höhersitzendes Pendelruder, modernes Wortmann Profil, etwas flacherer Rumpf warebn die grossen Änderungen zur Ka6 CR. Verstärkung der Flächen durch dickeres Sperrholz sorgte für bessere Profiltreue und mehr Masse. Deutlich bessere Streckenflugeigenschaften bei höheren Geschwindigkeiten waren das Ergebnis. Leider auf Kosten der ausgezeichneten Langsamflugeigenschaften der CR. Damit waren viele Piloten überfordert. Heute ist es völlig normal, dass die Normalfluggeschwindigkeit bei mindestens 80 km/h liegt.

Kaiser kehrte zunächst wieder zum gewohnten Profil zurück, modifizierte es aber durch Aufspachteln der Torsionsnase. (K6e) erst mit der ASW15 oder der SIE-3 kam der endgültige Umbruch. Gleichzeitig markierte dieser auch das Ende der Holz Ära.

So ist die K10 ein seltenes Relikt zwischen den Zeiten. Sie ergänzt unsere Kaiser Sammlung – von den Holzflugzeugen fehlt nur noch die K9 (alle 2 Exemplare sind zerstört) und die ASK18.

Mehr Bilder werden wir sicher im Lauf des Jahres zeigen können, wenn sie bei uns geflogen wird.

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