Zugvogel in der Kaiserpfalz

Gelnhausen – Unsere Ka 5 „Zugvogel“ stand seit dem Youngtimertreffen Anfang August im Anhänger auf der Wasserkuppe.
Geplant war dort noch einige schöne Flugtage zu nutzen und mit unserem Zugvogel die Schönheit der weiten Rhön zu erkunden.

Leider zeigte sich der Sommer wettertechnisch nicht von seiner allerbesten Seite, speziell die Wasserkuppe glänzte durch niedrige Basishöhen, Starkwind und Regen, und so blieb der Vogel im August und auch Anfang September leider im Anhänger.

Das wollten Thomas Schröder und ich am letzten Sonntag ändern und so verabredeten wir uns für 0900 Uhr auf der Wasserkuppe.

Das dort durch die Fliegerschule im Luftsportzentrum abgehaltene Briefing bestätigte leider auch den visuellen Eindruck vom Wettergeschehen. Staubewölkung am Westhang, niedrige Basis und Sprühregen….Rhön typisch eben für diesen Sommer. Es war wie verhext, wieder ein Tag dort oben bei unfliegbarem Wetter.

Mittlerweile war Thomas auch eingetroffen und wir schauten beide dem ersten F-Schlepp zu, den die Fliegerschule zum Test in den grauen Himmel schickte.
Bei 150m kratzte man an der Wolkenbasis und das war es dann auch!

Ich schlug Thomas spontan vor nach Gelnhausen zu meinem Heimatverein zu fahren. Ein Anruf dort auf dem Tower bestätigte den Segelflugbetrieb und 10min später fuhr ich auf dem Motorrad wieder gen Heimat, im Schlepptau Thomas mit dem Zugvogel im Anhänger.

In Gelnhausen angekommen rüsteten wir direkt am Start den Zugvogel auf.

Foto 1

Trotz einem Hochdruckgebiet mit einer Absinkinversion, die etwas trübe Sicht und wenig Thermik bot, konnte der Zugvogel doch 4 Starts mit mehr als einer Stunde Flugzeit absolvieren.
Foto 2

Es ist immer wieder erstaunlich wie auf einen Oldtimer im Flugbetrieb reagiert wird. Und so war es auch hier. Der AC Gelnhausen hat schon seit Jahren nur noch ausschließlich Kunststoffflugzeuge im Flugzeugpark. So leuchteten bei den älteren Mitgliedern die Augen beim Anblick der Ka5 und die alten Fliegergeschichten von damals, als Flieger noch nach Spannlack und Holz gerochen haben, wurden erzählt. So manche Hand streichelte dabei dem Flieger über die betagte Nase.

Die Jüngeren schauten ungläubig auf das Gewimmel von Stahlrohren, Schubstangen, Holzleisten und Seilen die in so einem Rumpf verbaut sind.
Eine Haube die man nicht klappen kann und eine Sitzposition wie auf einem Stuhl gaben dem Jungvolk dann den Rest.

Der Zugvogel steht noch bis Anfang Oktober in Gelnhausen zum Fliegen zur Verfügung, bevor er gegen die Mg 23 ausgetauscht wird, die dann auf der Wasserkuppe ihr Zuhause finden wird.

Frank Oeste

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