Fluglager Kempten vom 04. bis 06. Juli 2014

[MD] Auf Bestreben von Andreas Thum haben wir am kleinen Oldtimertreffen in Kempten-Durach teilgenommen.Wir, das waren Willi Weis, Mathias Felsch und Michael Diller. Und von unseren Flugzeugen der Kranich IIb und die Weihe.
Am Freitag haben wir noch die Weihe aufgebaut und an der Winde geflogen. Der thermische Aufwind hielt sich in Grenzen, jedoch war die Aussicht auf das Alpenpanorama selbst aus den
350 Windenmetern in der Abendsonne phänomenal.
Der Samstag war wettertechnisch eher zum Kuscheln geeignet. Im warmen Wohnmobil sitzend hörten wir den Klang eines alten Motors: Die Klemm L 25 D – EJOL der Hans-Klemm-Flieger aus Böblingen war nach Kempten gekommen. Mit einem großen Hallo wurden die beiden Kameraden begrüßt.
Nach diesem Ereignis haben wir den Kranich zusammengesteckt und technisch durchgeschaut. Nach etwa 3 Stunden war er fliegerisch einsatzklar und das Wetter hatte ein Einsehen mit uns. Mathias Felsch machte den ersten Flug und beim zweiten Flug mit Michael Diller war sogar zarte Thermik vorhanden, so dass am Ende des Tages der Kranich etwa 1 Stunde in der Luft war.
Der Samstagabend begannk ulinarisch mit einem leckeren Spanferkel. Danach spielte die Band „Kurzweil“ auf. Und zwar so mitreißend,dass niemand vor Mitternacht die Halle verließ und zum Schluss alle auf den Beinen waren und mitrockten. Nach diesem Abend wurden Tische und Bänke abgebaut und der Kranich fand sein Nachtlager in dieser Halle.
Nach einem Weißwurstfrühstück am Sonntag vor der grandiosen Kulisse der Alpenkette und herrlichem Wetter wurde die Weihe aufgebaut und mit beiden VFhS-Seglern am Flugbetrieb teilgenommen. Dabei wurde mit dem Kranich über eine Stunde in der Thermik geflogen und im Anschluss wurden noch Windenstarts mit ihm durchgeführt. Ebenso war die Weihe mit 5 Windenstarts ebenfalls eine Stunde in der Luft. Mathias Felsch hat den Kranich am Abend im F-Schlepp nach Kiszlegg geflogen und die Weihe wurde wieder abgebaut und im Anhänger nach Neuburg gebracht.
Von unseren beiden Segelflugzeugen abgesehen waren noch ein Grunau Baby IIb, ein L-Spatz, eine weitere Weihe, Ka 4, Ka 6 und Bergfalke und der Vaihinger Habicht da. Ein besonderes Schmankerl war der Kunstflug mit dem Habicht. Immer wieder beeindruckend wie diese Konstruktion aus den 30ern die Leute begeistert. Mit dem Vaihinger Habicht sind nunmehr 3 dieser schönen Vögel wieder am Himmel zu bewundern.
Eine weitere Kuriosität: Ein lustiger, etwas älterer Mann fand sich am Flugplatz ein: Heinz Gromann, ein Fluglehrer-Urgestein vom Hornberg der mit der Ka 4 „Rhönlerche“ – auch „Rhönstein“ genannt – ein 300 ( i. W. Dreihundert ) Kilometer Dreieck geflogen hat. Heidenrespekt vor dieser Leistung!!!!
Alles in allem war es ein tolles Wochenende und es hat gezeigt, dass seine Truppe von 4 Mann mit ein bisschen Unterstützung auch mit dem Kranich für ein Wochenende zum Oldtimertreffen kommen kann.
Das nächste Treffen in Kempten-Durach findet voraussichtlich am 2. Juli Wochenende 2015 statt. Der VFhS hat sich schon angemeldet…

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Kategorien: Aktuelles | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Fluglager Kempten vom 04. bis 06. Juli 2014

  1. wolfgang oberhauser

    Ihr gebt Euch sehr viel Mühe, damit man diese herrlichen alten Segelflugzeuge wieder am Himmel und am Boden bewundern kann. Leider fällt mir immer wieder auf, dass man durch unsinnige Modernisierungsversuche, im Rumpf/Kabinenhaubenbereich und durch pepige Lackierungen, den Flugzeugen ihr Gesicht und damit ihren Charakter raubt. Die Kabinenhauben des Kranich II, des Kondor IV und Ka2b sind die besten Beispiele dafür. Ein Oldtimerfahrzeug macht man ja auch nicht moderner indem man Speichenräder durch Stahlfelgen ersetzt und durch keilförmige Lackapplikationen die erzielbare Höchstgeschwindigkeit optisch unterstreicht!! Also bitte versucht doch, uns wieder den Charme der 30er, 40er und 50er Jahre rüber zu bringen, auch wenn dadurch die Gleitzahl einen Punkt verliert.
    Schöne Grüße
    wolfgang oberhauser

    • Hallo Wolfgang, sehe ich auch so und wird auch wo möglich gemacht. Beim Condor und Kranich ging es noch nicht, weil die beiden nur Leihgaben sind.
      Immerhin hat der Condor eine dezente Lackierung bekommen. Bei der Meise, die auch dieses Jahr fertig wird sind wir auch so verfahren und haben den Urzustand und das Urgewicht ziemlich hinbekommen.
      Siehe Bild. Meise vorne, Condor hinten.
      Letztlich ist vieles auch eine Geldfrage. Das Restaurieren ist leider teuer und wir bekommen keine Zuschüsse – ausser den 75 EUR Mitgliedsbeitrag.

      VG, Thomas Schröder

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